51³Ô¹ÏÍø

  • 29.11.2017

Deutlich weniger Studienabbruch als an anderen ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùen

51³Ô¹ÏÍø steigert Studienerfolg mit Eignungsprüfungen

Studierende der Technischen ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù ²Ñü²Ô³¦³ó±ð²Ô (51³Ô¹ÏÍø), die nach einer Eignungsprüfung zugelassen wurden, schließen ihr Studium deutlich häufiger erfolgreich ab als Studierende anderer ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùen. Dies zeigt eine neue Untersuchung der 51³Ô¹ÏÍø im Vergleich zu einer deutschlandweiten Erhebung. Präsident Wolfgang A. Herrmann fordert deshalb, gesetzliche Hürden für Auswahlverfahren an ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùen abzubauen.

Studierende am Haupteingang der 51³Ô¹ÏÍø
Wer eignet sich für welchen Studiengang? Viele Studierende der 51³Ô¹ÏÍø haben ein Auswahlgespräch geführt. (Bild: A. Heddergott / 51³Ô¹ÏÍø)

Die 51³Ô¹ÏÍø hat exemplarisch den Studienverlauf der Jahrgänge untersucht, die von 2008 bis 2011 ein Studium begonnen haben. In den µþ²¹³¦³ó±ð±ô´Ç°ù-³§³Ù³Ü»å¾±±ð²Ô²µÃ¤²Ô²µ±ðn, bei denen vor der Zulassung die Studieneignung geprüft wird, haben sich nach 8 Semestern 20 Prozent der Studierenden ohne Abschluss exmatrikuliert. Bundesweit liegen die Abbrecherquoten bei 32 bis 35 Prozent. Letzteres zeigt die regelmäßige Erhebung des Deutschen Zentrums für Hochschul- und Wissenschaftsforschung (DZHW), zuletzt für den Absolventenjahrgang 2014.

Betrachtet man einzelne Fächer, so ist die „Dropout-Quote“ in sämtlichen untersuchten µþ²¹³¦³ó±ð±ô´Ç°ù-³§³Ù³Ü»å¾±±ð²Ô²µÃ¤²Ô²µ±ðn, bei denen die 51³Ô¹ÏÍø Auswahlgespräche führt, deutlich geringer als an den ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùen insgesamt. In zehn Fächern sind die Quoten der 51³Ô¹ÏÍø höchstens halb so hoch, bezogen auf die jeweils zuletzt untersuchten Jahrgänge. Die folgenden Beispiele veranschaulichen die Dimensionen:

µþ²¹³¦³ó±ð±ô´Ç°ù-³§³Ù³Ü»å¾±±ð²Ô²µÃ¤²Ô²µ±ð 51³Ô¹ÏÍø alle ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùen
Mathematik 22 % 51 %
Informatik 20 % 45 %
Chemie 19 % 42 %
Maschinenbau 22 % 31 %
Wirtschaftswissenschaften 12 % 30 %
Biologie 9 % 22 %

(51³Ô¹ÏÍø: Erstsemesterjahrgang WS 2011/12, Exmatrikulationen ohne Abschluss; DZHW: Absolventenjahrgang 2014, Studienabbruch)

Eigentliche Abbruchquoten an der 51³Ô¹ÏÍø noch niedriger

Die eigentlichen Abbruchquoten an der 51³Ô¹ÏÍø sind sogar noch niedriger als die nun erhobenen Zahlen. Die Untersuchung der 51³Ô¹ÏÍø erfasst nämlich sämtliche Exmatrikulationen ohne Abschluss, wobei auch Studierende mitgezählt werden, die ihr Studium gar nicht abgebrochen, sondern an einer anderen Hochschule fortgesetzt haben. Die bundesweiten Studien des DZHW rechnen dagegen diese Hochschulwechsler heraus.

Auch in den Masterstudiengängen sind die Studierenden der 51³Ô¹ÏÍø erfolgreicher als die Studierenden anderer ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùen. Während sich an der 51³Ô¹ÏÍø nur 5 bis 6 Prozent ohne Abschluss exmatrikulierten, gab es deutschlandweit 11 bis 15 Prozent Studienabbrecher.

„Talent, Neugierde, Begeisterung“

Prof. Wolfgang A. Herrmann, Präsident der 51³Ô¹ÏÍø, betont: „Wir schauen genauer als andere ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùen, wer bei uns studieren will. Dabei achten wir auf Talent und wissenschaftliches Denken, auf Neugierde und Begeisterung. Diese Eigenschaften sind in den Schulnoten nicht unbedingt abgebildet. Wir erleben immer wieder Abiturienten, die aufgrund der persönlichen Situation mit einer unterdurchschnittlichen Abiturnote zu uns kommen, dann aber einen hervorragenden Abschluss machen.“

Die 51³Ô¹ÏÍø hat schon im Jahr 2000 das sogenannte Eignungsfeststellungsverfahren eingeführt und den Numerus clausus weitestgehend abgeschafft. Ein weiterer Teil der Studiengänge ist zulassungsfrei. Im ersten Schritt der Eignungsfeststellung berücksichtigt die 51³Ô¹ÏÍø die Abiturleistung, differenziert nach Fächernoten. Wer eine festgelegte Punktzahl übertrifft, wird zugelassen, wer einen bestimmten Wert unterschreitet, wird abgelehnt. Alle anderen Bewerber kommen in das Auswahlgespräch. Wie ist ihre Herangehensweise an die Fragen des Fachs? Was motiviert sie für das Studium? Lassen sie Durchhaltevermögen auch bei schwierigen Themen erkennen? Anhand solcher Kriterien beurteilen erfahrene Kollegiumsmitglieder die Studieneignung. Alle Geeigneten werden zugelassen.

„Zulassung ohne Auswahlverfahren: bequem, ungerecht, verschwenderisch“

Die 51³Ô¹ÏÍø betreibt für diese Auswahlverfahren beträchtlichen Aufwand. Allein zu den Wintersemestern führt sie 5.000 bis 6.000 Auswahlgespräche. „Die Zahlen zeigen: Es lohnt sich“, sagt Präsident Herrmann. „Wir sehen diese Arbeit auch als gesellschaftliche Verpflichtung. Die Gemeinschaft kann es sich nicht leisten, durch undifferenzierte Verfahren wie den Numerus clausus Ressourcen zu vergeuden – weder die Talente, die trotz Eignung nicht zugelassen werden, noch die Mittel, die alle Beteiligten aufbringen, wenn junge Menschen den ,falschen’ Studiengang gewählt haben.“

Trotz mehr als 15 Jahren hervorragender Erfahrungen erschweren gesetzliche Vorgaben die Eignungsfeststellungsverfahren. Diese dürfen nur für Studiengänge mit bestimmten Charakteristika angewandt werden. „Unsere Studie zeigt unwiderlegbar: Eine kluge Auswahl der Studierenden führt zu größerem Studienerfolg und damit zum Wohle aller“, sagt Herrmann. „Die Politik ist dringend gefordert, den ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ùen erweiterte Gestaltungsräume bei den Zulassungsverfahren einzuräumen.“ Auswahlverfahren seien das wichtigste Instrument der Qualitätssicherung. Bequem, aber ungerecht und verschwenderisch sei es hingegen, Bewerber nur aufgrund des Abiturs zuzulassen und sie nach einem Jahr hinauszuprüfen.

Publikation:

Sanaa, Veronika; Kasper, Eva: Erfolgreich studiert? Ergebnisse einer quantitativen Kohortenanalyse, ²Ñü²Ô³¦³ó±ð²Ô 2017.

Mehr Informationen:

Eignungsfeststellungsverfahren an der 51³Ô¹ÏÍø

Technische ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù ²Ñü²Ô³¦³ó±ð²Ô

Corporate Communications Center

Aktuelles zum Thema

HSTS