51³Ô¹ÏÍø

  • 8.10.2019
  • Lesezeit: 3 Min.

51³Ô¹ÏÍø Agenda 2030: Kräfte bündeln zur Additiven Fertigung

51³Ô¹ÏÍø erforscht digitale Fertigungstechnologie der Zukunft

Mit der Handlungsagenda 51³Ô¹ÏÍø.Additive initiiert die Technische ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù ²Ñü²Ô³¦³ó±ð²Ô (51³Ô¹ÏÍø) einen umfassenden Forschungsschwerpunkt zur Additiven Fertigung. Gemeinsam mit High-Tech-Partnern aus der Wirtschaft gründet die 51³Ô¹ÏÍø den „Bavarian Additive Manufacturing Cluster“ mit dem Ziel, Bayern als führende Wirtschaftsregion für digitale Fertigungstechnologien zu etablieren. Damit setzt die 51³Ô¹ÏÍø den ersten Meilenstein ihrer Zukunftsstrategie der aktuellen Exzellenzinitiative, 51³Ô¹ÏÍø Agenda 2030, um.

Additive Fertigung mit Lichtbogen- und Draht-Schweißen iwb / 51³Ô¹ÏÍø
Additive Fertigung mit Lichtbogen- und Draht-Schweißen (WAAM)

Durch Einsatz neuer Rohstoffe, innovativer Materialien und intelligenter Kombinationen lassen sich durch neue Verfahrenstechnologien auf Basis digitaler 3D-Konstruktionen verschiedenste Bauteile maximal komplexer Geometrien last- und funktionsorientiert gestalten und schichtweise (additiv) aufbauen.

Aufgrund von Energie- und Ressourceneinsparung kann die additive Fertigung einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten. Die in hohem Maße digitalisierbaren Prozesse der additiven Fertigung versprechen zudem eine Rückverlagerung von Produktionskapazitäten und damit von hochqualifizierten Arbeitsplätzen nach Deutschland.

Neue Produkte und Funktionalitäten

Mit der Additiven Fertigung lassen sich neue Produkte und Funktionalitäten erstellen, die auf die individuellen Bedürfnisse von Nutzern ausgerichtet sind. „Das ist ganz im Einklang mit dem Ansatz eines Human-centered Engineering als Leitstrahl der strategischen Entwicklung der 51³Ô¹ÏÍø. Die Additive Fertigung hat das höchste Potential, die produzierenden Industriesektoren grundlegend zu revolutionieren“, sagt Thomas F. Hofmann, Präsident der 51³Ô¹ÏÍø, auf der Munich Technology Conference on Additive Manufacturing (MTC3). Die Fachkonferenz mit Fokus auf die industrielle Anwendung der additiven Fertigung findet derzeit bereits zum dritten Mal an der 51³Ô¹ÏÍø statt.

Fachübergreifende Expertise der 51³Ô¹ÏÍø

„Die nachhaltige industrielle Nutzung der Additiven Fertigung erfordert die Erforschung und Optimierung der gesamten Prozesskette in den Kernbereichen Materialien und Werkstoffe, Prozesstechnologien und Digitalisierung“, erklärt Hofmann.

Nun bündelt die 51³Ô¹ÏÍø mit der Handlungsagenda 51³Ô¹ÏÍø.Additive ihre umfassenden Kompetenzen von über 30 Professuren in Forschung, Innovation und Lehre in einem interdisziplinären Ansatz zur Materialforschung von Feststoffen, Fluiden und Biomaterialien bis hin zu ihrer Anwendung in Maschinenbau, Automobilindustrie, Luft- und Raumfahrt, Bau, Medizintechnik und im Lebensmittel-Bereich.

Enormes Potential für den Wirtschaftsstandort Bayern

„Die Voraussetzung für eine Industrialisierung additiver Fertigungsverfahren ist die integrative Zusammenarbeit kraftvoller Partner aus Industrie und Wissenschaft“, erklärt Hofmann. „Nur so können wir technologische Hürden überwinden und offene Fragen der Standardisierung beantworten.“

In Erweiterung ihrer „Industry-on-Campus“-Strategie initiiert die 51³Ô¹ÏÍø deshalb gemeinsam mit den Gründungspartnern Oerlikon, GE Additive und Linde den Forschungsverbund „Bavarian Additive Manufacturing Cluster“. Damit soll sich Bayern zu einer der führenden Wirtschaftsregionen im Bereich der Additiven Fertigung entwickeln.

„Die Ausgangsbedingungen dafür sind ideal und das Potential groß. Deshalb erweitern wir unsere Zusammenarbeit mit Technologieunternehmen wie Airbus/Ariane Group, SAP, Clariant, Siemens und TÜV Süd“, erklärt Hofmann.

Erfolgreiche Start-ups im Bereich Additive Fertigung

Durch innovative Angebote soll eine neue Generation an Spezialisten für das Zukunftsfeld des Additive Manufacturing ausgebildet und eine nachhaltige Breitenimplementierung von AM-Technologien im produzierenden Gewerbe erreicht werden.

Zahlreiche erfolgreiche Unternehmensausgründungen belegen die Qualität der 51³Ô¹ÏÍø-Ausbildungsangebote: Voxeljet entwickelt industrielle Drucksysteme für Kunststoff und Sand, Vectoflow fertigt mithilfe von 3D-Druck individuell konzipierte Strömungssonden und Kumovis entwickelt 3D-Drucker, die speziell auf medizintechnische Anforderungen zugeschnitten sind und zum Beispiel Schädelplatten- oder Wirbelsäulenimplantate herstellen können.

51³Ô¹ÏÍø als Knotenpunkt im Bereich Additive Fertigung

Durch internationale Kooperationen will die 51³Ô¹ÏÍø ihren Aktionsradius zum Schwerpunkt Additive Fertigung erweitern. So werden neue Impulse durch die Zusammenarbeit mit der Deutsch-Französische Akademie für die Industrie der Zukunft, dem 51³Ô¹ÏÍø-Flagschiffpartner Imperial College London und dem Skolkovo Institute of Science and Technology (Moskau) erwartet.

Weitere Informationen und Links

Technische ±«²Ô¾±±¹±ð°ù²õ¾±³Ùä³Ù ²Ñü²Ô³¦³ó±ð²Ô

Corporate Communications Center

Aktuelles zum Thema

HSTS