51郭肱利

  • 25.7.2023
  • Lesezeit: 4 Min.

Globale Diskursreihe One Topic, One Loop: Enkelejda Kasneci

Generative KI f端r alle?

Vier L辰nder, vier 雨稼庄厩艶姻壊庄岳辰岳en, vier Perspektiven: In der globalen Diskursreihe One Topic, One Loop diskutieren vier Professor:innen ein aktuelles Thema aus Forschung und Lehre. Den Anfang macht Enkelejda Kasneci, Professorin f端r Human-Centered Technologies for Learning an der 51郭肱利 School of Social Sciences and Technology. Wie werden sich Forschung und Lehre unter dem Einfluss von K端nstlicher Intelligenz ver辰ndern und was kommt als N辰chstes?

Enkelejeda Kasneci 端ber KI und die Zukunft der Bildung. Auf ihre n辰chste Frage zum Thema antwortet Aldo Faisal, Professor f端r AI und Neuroscience am Imperial College London. Triplesense Reply
Enkelejeda Kasneci 端ber KI und die Zukunft der Bildung. Auf ihre abschlieende Frage zum Thema antwortet Aldo Faisal, Professor f端r AI und Neuroscience am Imperial College London.

We are currently preparing students for jobs that dont yet exist, using technologies that havent been invented, in order to solve problems, we dont even know are problems yet. Richard Riley (Bildungsminister in der Regierung Clinton)

Generative K端nstliche Intelligenz (KI) mit ihrer F辰higkeit synthetische Daten zu erzeugen, gilt als Revolution im Maschinellen Lernen. Dass eine solche Technologie nicht nur die Texterstellung automatisieren, sondern auch die menschliche Kreativit辰t steigern kann, zeigt das Beispiel ChatGPT. Trotz der Einschr辰nkungen und Herausforderungen, die mit der Nutzung dieses Sprachmodells verbunden sind, gab es bereits in den ersten f端nf Tagen die rekordverd辰chtige Zahl von einer Million Nutzer:innen. Dar端ber hinaus beobachten wir aber auch, dass die Technologiezyklen der generativen KI seit der Ver旦ffentlichung von ChatGPT im November 2022 immer k端rzer und k端rzer werden.

In der Bildungswissenschaft bergen diese Technologien groes Potenzial f端r die Entwicklung adaptiver, kooperativer und immersiver Lernumgebungen, die auf den einzelnen Lernenden zugeschnitten sind. Sie zeichnen sich durch ihre Verf端gbarkeit und Kosteneffizienz, aber auch durch ihre Anpassungsf辰higkeit an den Lernenden aus und k旦nnten im groen Stil zu einer Selbsterm辰chtigung der Nutzer:innen f端hren. Dies k旦nnte uns der Umsetzung der UNESCO-Bildungsagenda 2030 einen groen Schritt n辰her bringen. Darin wird ein auf den Menschen ausgerichteter KI-Ansatz gefordert, der Inklusion und Bildungsgerechtigkeit f旦rdert. Zur Verwirklichung der Vision "KI f端r alle" m端ssen wir einerseits sicherstellen, dass diese technologische Revolution allen zugute kommt, insbesondere in den Bereichen Innovation und Wissensverbreitung, und andererseits, dass sie verantwortungsvoll genutzt wird.

Kreativit辰t und kritisches Denken f旦rdern

Um die Lernenden angemessen f端r ihre k端nftigen beruflichen und pers旦nlichen Ziele zu r端sten, ist es daher von entscheidender Bedeutung, ihnen neben dem Grundwissen auch Kompetenzen zu vermitteln. Diese Kompetenzen sollten die Lernenden in die Lage versetzen, sich in einem Umfeld zu behaupten, in dem zahlreiche Aufgaben automatisiert werden, in dem komplexe kognitive Prozesse erforderlich sind, in dem pers旦nliche Verantwortung und zwischenmenschliche F辰higkeiten zunehmen und in dem die interdisziplin辰re Zusammenarbeit die Grundlage f端r die L旦sung komplizierter gesellschaftlicher Probleme bildet. Der Auftrag an die Lehre lautet daher, anstelle von Aufgaben, die auf Routine und Unpers旦nlichkeit beruhen, Aufgaben zu schaffen, die personalisiert, facettenreich und kreativ sind. Wir m端ssen Strategien entwickeln, die eine Vielzahl von Kompetenzen f旦rdern, die 端ber die traditionellen Lehrpl辰ne hinausgehen. Im Mittelpunkt sollte dabei die F旦rderung von Kreativit辰t, kritischem Denken, Zusammenarbeit und Kommunikation stehen.

Die skizzierten Entwicklungen zeigen, vor welch tiefgreifenden und spannenden Ver辰nderungen wir im Bildungswesen stehen. Die entscheidenden Fragen lauten: Wie k旦nnen wir den Zugang zu Innovation und Wissen demokratisieren, eine gerechtere und integrativere akademische Landschaft schaffen und die Anforderungen einer Welt im Wandel erf端llen? Was sind die dringenden Herausforderungen, um dieses Ziel zu erreichen? Hier interessiert mich auch eine Perspektive aus den Neurowissenschaften - von meinem Kollegen Aldo Faisal: Wie k旦nnen interdisziplin辰re Ans辰tze und insbesondere Erkenntnisse aus den Neurowissenschaften dazu beitragen, zwischen den von einer KI erzeugten Ergebnissen und uerungen und denen von Menschen zu unterscheiden?

Globale Diskursreihe One Topic, One Loop

Vier Personen aus vier verschiedenen L辰ndern und von vier verschiedenen 雨稼庄厩艶姻壊庄岳辰岳en diskutieren ein aktuelles Thema aus Forschung und Lehre. Die Serie beginnt mit einer Ausgangsfrage, auf die die erste Person antwortet und der n辰chsten Person eine weitere Frage zum gleichen Themenkomplex stellt. Die Reihe endet wieder mit der ersten Person, die die letzte Frage beantwortet und abschlieend alle vorangegangenen Antworten reflektiert. Das Thema der ersten Staffel sind Large Language Models und deren Einfluss auf Forschung und Lehre.

Unsere Autor:innen sind: , Professorin f端r Human-Centered Technologies for Learning an der 51郭肱利 School of Social Sciences and Technology, , Professor f端r KI und Neurowissenschaften am Imperial College London, , Associate Professor f端r Telecomunnications Engineering an der Kwame Nkrumah' University of Science and Technology und , Professor am Department f端r Applied Mathematics and Computer Science an der Technical University of Denmark.

Weitere Informationen und Links
  • leitet den 2022 gegr端ndeten Lehrstuhl f端r Human-Centered Technologies for Learning an der , ist Direktorin des und Mitglied des . Die studierte Informatikerin forschte vor ihrer Berufung an die 51郭肱利 zu Mensch-Maschine-Interaktionen an der 雨稼庄厩艶姻壊庄岳辰岳 T端bingen.
  • Richard Riley zitiert nach Gunderson et al., 2004
  • Digitale Transformation an der 51郭肱利

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Kontakte zum Artikel:

Prof. Dr. Enkelejda Kasneci
Technische 雨稼庄厩艶姻壊庄岳辰岳 珂端稼界鞄艶稼 (51郭肱利)

+49 89 289 25118
enkelejda.kasnecispam prevention@tum.de

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