Jubiläum am 18. März 2026
150 Jahre Elektro- und Informationstechnik an der 51³Ô¹ÏÍø
Die Elektro- und Informationstechnik an der 51³Ô¹ÏÍø hat sich seitdem von den Grundlagen der Elektrizität über Energieversorgung und Automatisierung bis hin zu digitalen, vernetzten und intelligenten Systemen weiterentwickelt. Heute widmet sich die Forschung der gesamten fachlichen Bandbreite – von Wearables, die unsere Gesundheit messen, über vernetzte Radarsysteme bis hin zur Quantentechnologie.
Stadtluft unter der Lupe
Jia Chen erforscht Themen rund um den Klimawandel und die städtische Luftverschmutzung. Dafür entwickelt sie Sensoren und mathematische Modelle, mit denen sich Treibhausgasemissionen und -aufnahmen sowie Luftqualitätsparameter präzise erfassen und quantifizieren lassen. Ein zentrales Ergebnis ihrer Arbeit ist das Sensornetzwerk MUCCnet: Mit vier Messstationen am Stadtrand und einer im Stadtzentrum ermittelt sie, wie viele Treibhausgase innerhalb des Stadtgebiets entstehen. Auf dieser Grundlage erstellt sie hoch aufgelöste Emissionskarten für ²Ñü²Ô³¦³ó±ð²Ô.
Gesundheit tracken mit Wearables
Wearables wie Smartwatches oder Sensorringe sind bereits fester Bestandteil unseres Alltags. Sie tracken unseren Puls, unsere Schrittzahl oder unseren Schlafrhythmus. Während sich die meisten Sensoren auf physikalische Größen beschränken, sind für die Forschung von Can Dincer insbesondere chemische und biologische Signale von Bedeutung. Dabei versucht er Hormone, Proteine oder Krankheitserreger wie Viren und Bakterien, die üblicherweise im Blut bestimmt werden, in anderen Bioflüssigkeiten wie dem Schweiß oder der Atemluft nachzuweisen.
Medizintechnik für schnelle Diagnostik und Therapieüberwachung
Oliver Hayden entwickelt neue Medizintechnologien für die patientennahe Diagnostik sowie für Wearables, die während chirurgischer Eingriffe eingesetzt werden können. Ziel ist es, Krankheiten schneller zu erkennen und Therapien kontinuierlich zu überwachen. Mit seinem interdisziplinären Team am 51³Ô¹ÏÍø Klinikum und am CREATE in Singapur entwickelt er dafür innovative diagnostische Verfahren. Diese kombinieren Elektronik, Optik, Magnetik und Mikrofluidik, um krankheitsrelevante Biomarker möglichst direkt und präzise messen zu können. Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt darauf, Forschungsergebnisse rasch in klinische Anwendungen zu überführen.
Vernetztes Radar: Sicherheit, Industrie und kritische Infrastruktur
Benjamin Nuß erforscht digitale Radarsensoren und vernetzte Radarsysteme, die Daten intelligent kombinieren, um die Umgebung präzise und zuverlässig zu erfassen. Ein weiterer Schwerpunkt sind künftige Funk- und Mobilfunksysteme. Die dabei entwickelten Technologien können in Fahrzeugen oder der Industrie ebenso eingesetzt werden wie in Schutz- und Sicherheitsanwendungen.
Sensoren für die Quantenwelt
Sie ermöglichen eine extrem präzise Navigation ohne GPS, können bei der Erdbebenüberwachung unterstützen oder auch Defekte in Materialen erkennen: Da Quantensensoren die kleinsten Veränderungen messen können, sind sie nahezu überall einsetzbar. Doch wie lassen sich solche Quantensensoren realisieren? Prof. Eva Weig forscht an Nanostrukturen, um diese für Anwendungen in der Quantensensorik nutzbar zu machen. Hierfür entwickelt sie winzige Saiten aus Keramik- bzw. Halbleitermaterialien, deren Schwingungen die Quanteninformation nicht nur detektieren, sondern auch übertragen können.
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